Rienelt Walkhoff ist Ehrenbürgerin der Gemeinde Meinersen

Der Beginn der Ratssitzung vom 13.12.2022 stand ganz im Zeichen einer besonderen Ehrung.

Frau Rienelt Walkhoff wurde nach einstimmigen Beschluss des Gemeinderates die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Meinersen verliehen.

Bürgermeister Thomas Spanuth drückte in seiner Ansprache den Respekt des Rates vor der Lebensleistung von Rienelt Walkhoff aus.

Als Lehrerin und Rektorin hat Rienelt Walkhoff vielen Kindern, die heute längst erwachsen sind, in ihrer herzlichen und gerechten Art Orientierung gegeben. 15 Jahre war sie im Gemeinde -und Samtgemeinderat aktiv. Wortgewand aber nie verletzend hat Rienelt Walkhoff sich für politische Anliegen eingesetzt – man denke z.B. an die Turnhalle für unsere Grundschule. Seit ihrem Ausscheiden aus der Politik setzt sie sich im
Seniorenbeirat ein. Hier im besonderen Maße für die bauliche Gestaltung unserer Dörfer. Die Ortsgestaltung ist für Rienelt Walkhoff immer schon eine Herzensangelegenheit gewesen. Das
Künstlerhaus ist ein weiterer Schwerpunkt ihrer Schaffenskraft. Nicht etwa, indem sie den Künstlern gleich neue Kunstwerke schaffen will. Nein, die Kunst von Rienelt Walkhoff besteht darin, dafür zu
sorgen, dass sich die Stipendiaten und ihre Gäste im Künstlerhaus wohlfühlen. Sie dekoriert, backt, kocht und putzt und ist sich für keine Arbeit zu Schade.

Darüber hinaus engagiert sie sich für
wohltätige Organisationen wie dem Inner-Wheel-Club, die weltweit größte Frauenorganisation.
Die in dieser Organisation gelebten Werte wie ein fürsorgliches Miteinander, Freundschaft,
gemeinsames soziales Handeln, Aufgeschlossenheit und humanitäre Hilfe prägen auch das Leben und Handeln von Rienelt Walkhoff.

Nach der Verleihung der Urkunde ging der Rat dann zur Tagesordnung über.

Auf Antrag der Gruppe CDU/Bündnis 90 – Die Grünen soll im kommenden Jahr im Bereich Kulturzentrum/Eichenkamp ein
Wochenmarkt eingerichtet werden. Für die detaillierte Planung wird eine Arbeitsgruppe gegründet.

Ebenfalls auf Antrag der Gruppe CDU/Bündnis 90 – Die Grünen wird die Gemeinde der Freiwilligen Feuerwehr Meinersen eine Fläche am Hasenkamp als Übungsfläche zur Verfügung stellen. Gemeinsam mit der Anpachtung einer anliegenden privaten Fläche durch die Samtgemeinde ist damit die jahrelange Odyssee auf der Suche nach einem Übungsplatz endlich beendet.

Im nächsten Tagesordnungspunkt legte der Gemeinderat die ersten Projekte im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms fest. Der Rat wählte solche Projekte aus, für die es schon eine Beschlussfassung gibt und bei denen es zeitlich gelingen kann bis zum 30.09.2023 einen Förderantrag
zu stellen.

Folgende Startprojekte wurden in der Dorfregion Meinersen vom Rat festgelegt:
Revitalisierung des Naturlehrpfads, Schaffung einer Freilauffläche für Hunde,
Neugestaltung/Bepflanzung Friedhof Ohof und die Neuherstellung der Wiedenroder Straße.

In den folgenden Tagesordnungspunkten ging es um die Vereinsförderung. Auf Antrag der Gruppe CDU/Bündnis 90 – Die Grünen werden die jährlichen Übungsleiter -und Bewirtschaftungskostenzuschüsse für die Sportvereine aufgrund der inflationären Wirtschaftslage pauschal um 20 % erhöht.

Der JFV Kickers (Fußballjugend) der Gemeinden Hillerse/Leiferde und Meinersen erhält für das Jahr 2023 einen Zuschuss über 4000 EURO. Im Rat wird jedoch die Ansicht vertreten, dass die Jugendförderung von den Hauptvereinen zu tragen ist, die ihrerseits hierzu von der Gemeinde Zuschüsse erhalten. Ob es in den nächsten Jahren eine weitere direkte Förderung des JFV Kickers durch die Gemeinde Meinersen geben soll, wird in einem interfraktionellen Gespräch beraten.

Der Männergesangverein Seershausen erhält keinen Zuschuss für die Anschaffung von Kleidung, weil Vereinskleidung von der Gemeinde grundsätzlich nicht bezuschusst wird. Der Männergesangverein erhält aber jeweils einen Zuschuss für Notenhefte (200 EURO) und für die Chorleiterkosten (1000
EURO).

Der Ohofer Gemeinschaftsverband erhält keinen jährlichen Zuschuss für das christliche Veranstaltungszentrum „TCG Ohof“, weil die Gemeinde nach ihrer Förderrichtlinie keine religiösen Gemeinschaften unterstützt.
 
Außerdem beschloss der Rat den Bebauungsplan „Leiferder Weg II“ mit örtlicher Bauvorschrift (Fläche hinter ALDI). Nach Rechtskraft kann die Gemeinde nun die Vermarktung für 11 Baugrundstücke vorbereiten.

Schließlich beschloss der Rat den Haushalt für das Jahr 2023. Der Finanzhaushalt der Gemeinde umfasst mittlerweile in den Ein- und Auszahlungen jeweils rund 10 Millionen EURO.
Haushaltsausschussvorsitzender Hans-Joachim Hoffmann (Grüne) betonte, dass es gelungen sei, einen nachhaltigen Haushalt aufzustellen. Die Gruppenvorsitzenden Christian Lenz (CDU/Grüne) und
Wilfried Voiges (SPD/Linke) wiesen auf die großen Herausforderungen im Rahmen des
Dorfentwicklungsprogramms hin und bedankten sich für die gute Zusammenarbeit im Rat.
Diesem Dank schlossen sich Bürgermeister und Gemeindedirektor an bevor es dann zum
traditionellen Weihnachtsessen mit Zungenragout in das Gasthaus Niebuhr ging.

Mit freundlichen Grüßen Thomas Spanuth Bürgermeister